Eine geheimnisvolle Ladung ist soeben aus dem Fernen Osten eingetroffen. Vorstellungsbeginn ist 22 Uhr. Die Einladungen wurden für 21:30 verschickt. Die Kunden müssen vor der Tür warten. Gedränge und Ungeduld zeichnen sich ab. Angesagt ist: MONSTER-SCHLUSSVERKAUF!

Schlichtgekleidete Verkäufer tauchen auf und nehmen die Ware aus den Kisten heraus, um sie auf den Wühltischen zu sortieren. Die Ware: Hunderte von Monsterpuppen aus Stoff! Und zwar alle denkbaren phantastischen Figuren, Dämonen, Engel, mythologische und Märchenwesen bis zu Außerirdischen und Kitty Antichrist, letztlich alles, was sich im Laufe der Jahrhunderte dort angesammelt hat. Vergessen waren sie wohl nicht, nur liegengelassen. Alle Reste müssen raus!

Die Monster haben Etiketten mit Preisangaben. Nach und nach merken die Kunden, daß die Puppen willkürlich in allen Preiskategorien angeboten werden. Vom 1-Mark-Schnäppchen bis DM 3000.-. Preis-Leistungs-Verhältnis muß stimmen.

Von der freundlichen Bedienung bis zu Diebstahlversuchen, Streitigkeiten um Ware, Taschenkontrollen und Verwechslungen durch nach Räubern fahndende Detektive, haben wir alles anzubieten, was zur Branche gehört. Einige Kunden stecken auch etwas ein. Mit Überwachungskameras wird alles kontrolliert und dokumentiert!

Die Gier macht sich bemerkbar. Die Preise fallen!

Werbeclips über die Ware und sogar eine Talkshow über monsterhafte Erscheinungen werden live gesendet. Zur Entspannung vom Einkaufstreß bieten wir unseren Kunden einen Obertönengesang-Service. In aller Hektik überfallen fünf nervöse, dickbäuchige Panzerknacker die Kasse und nehmen Geiseln aus dem Käuferpublikum, mit denen sie eine A-cappella-Show auf den Wühltischen beginnen (Im Hintergrund hört man schon die Polizeisirenen).

24:00 Uhr: Feierabend. Die Kassen sind noch voll, wegen der niedrigen Preise lassen die Kunden nicht mehr locker.

Thomas Keller, Tania Lescano und Steve Valk haben den 7. Schmalclub 'Monster Sale!' geplant und organisiert, er fand am 28. Oktober 2000 im TAT/Bockenheimer Depot in Frankfurt statt.